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Anime: Fune wo Amu

Seasons: | Herbst 2016 (Season) |

Review zu Fune wo Amu

Allgemeine Informationen | Story |

[Artikel-Version: 1 | Mitwirkende: 1 Benutzer]

Allgemeine Informationen

Titel: Fune wo Amu
Titel (eng):-
Titel (deu):-
Titel (jap):舟を編む
Studio: ZEXCS
Typ: TV-Serie (11 Folgen)
Episodenlänge: 23 Minuten
basiert auf: nichts/Original
Links: AniList

Story

Der Genbu-Verlag in Tokyo hat auch eine Abteilung für Wörterbücher, deren bisheriger Chef Araki bald in Ruhestand gehen wird. Sein Versprechen an den wissenschaftlicher Berater Matsumoto einlösend, sucht Araki nach einem geeigneten Nachfolger, und findet diesem in der Person von Majime Mitsuya.
Majime hatte Linguistik studiert, war bisher im Vertrieb tätig, wo er sich eher ungelenk angestellt hat, und ist ein schüchterner Bücherwurm, der ein Zimmer im Appartmenthaus der alten Dame Take-san bewohnt zusammen mit dem Kater Tora (Tiger).

Majime soll die nächsten zehn Jahre damit verbringen, das mittelgroße Wörterbuch "Die große Überfahrt" (Daitokai) zu erstellen, das seinen Nutzern die Navigation durch den Ozean der Wörter erleichtern soll. Über das Verständnis der Sprache soll es die Menschen zusammenbringen. Jedes Wörterbuch hat eine Persönlichkeit, die durch die erstellende Mannschaft geformt wird.
In seiner neuen Funktion trifft er auf den jungen, oberflächlichen und von sich selbst eingenommenen Masashi Nishioka - eine zu ihm völlig gegensätzliche Persönlichkeit.
Dass die Wörterbuch-Abteilung in einem alten und eher heruntergekommenen Gebäude beheimatet ist, liegt daran, dass sie den Ursprung des Verlages darstellt.

Und auf dem Balkon seines Wohnhauses trifft Majime eines nachts eine junge Frau...

Creative Commons Lizenzvertrag
Der Anime-Review von Pina steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare zu Fune wo Amu

Schlussfazit | Ersteindruck

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Von: Anime-Fan(via PINA Hikari)
Am: 16.01.2017 22:17:34 Uhr
Status Post: fertig, Folge 11 (Status Animeliste: fertig, Folge 11)
Review-Kommentar: Schlussfazit
So, heute habe ich die restlichen drei Episoden angeschaut. Mein Eindruck ist zwiespältig.

Einerseits finde ich es eine im positiven Sinne ungewöhnliche Story in mehrerlei Hinsicht: Thema ist die Arbeitswelt, und zwar eine ganz und garnicht hippe Branche (Verlagswesen) und darin ein besonders angestaubtes Produkt (Wörterbücher). Akteure sind Erwachsene, und viele davon fortgeschrittenen Alters. Zeitraum der Story sind an die 15 Jahre. Die Hauptperson ist kein Held, aber auch kein Antiheld, sondern zunächst ein in den Mühlen des Berufsalltags gefangener Loser, der das Glück hat, dass jemand auf sein schlummerndes Talent aufmerksam wird und er so zu einer Tätigkeit kommt, die ihn erfüllt, und angetrieben dadurch kann er seine Persönlichkeit nach und nach weiterentwickeln.
Der visuelle Stil des Anime passt sehr gut zur Handlung, und die Liebe zum Detail, die man für ein Wörterbuch braucht, reflektiert sich auch in den penibel ausgearbeiteten Büroräumen, wo ich das Gefühl hatte, dass jedes Buch im Regal, jeder Stapel im Archiv und jeder Zettel auf den überladenen Schreibtischen ganz bewusst plaziert wurde, als ob die Macher deren Inhalte alle sorgfältig überlegt hätten. Nahaufnahmen zeigen eine Unmenge von Details.

Schade finde ich, dass der Anime seinen Fokus so sehr auf die Herstellung des Wörterbuchs und damit auf Majimes Berufsleben gelegt hat. Majimes private Entwicklung wird durch einen riesigen Zeitsprung ziemlich ausgeklammert, und ich habe mich erst schwer getan, das zu durchschauen und mich in der veränderten Situation zurechtzufinden, noch dazu weil die altersbedingten Veränderungen bei den Charakteren sehr unterschiedlich ausfallen (das wird auch später mal thematisiert).
Majime ist kein besionders emotionaler Mensch, und der Anime hat auch bei mir keine starken Emotionen aufkommen lassen, dafür wird alles doch zu nüchtern präsentiert. Eine Kehrtwende dazu ergibt sich erst in der letzten Episode, die mich sehr gerührt hat.

Insgesamt würde ich den Anime trotz einiger Schwächen empfehlen.

User Avatar
Von: Anime-Fan(via PINA Hikari)
Am: 19.11.2016 21:04:52 Uhr (zuletzt geändert: 16.01.2017 22:18:13 Uhr)
Status Post: am schauen, Folge 2 (Status Animeliste: fertig, Folge 11)
Review-Kommentar: Ersteindruck
Ich finde die Serie toll. Sie transportiert eine Herangehensweise an ein Projekt, die man sich in der heutigen Zeit kaum noch vorstellen kann, aber am ehesten würde ich sie eben den Japanern zutrauen. Die "Chemie" zwischen den Kollegen würde auf Konfrontation hinauslaufen, etwas sehr unjapanisches, und ich bin gespannt, wie sich die beiden zusammenraufen. Insgesamt erwarte ich, dass die Persönlichkeitsentwicklung von Majime großen Raum einnehmen wird, dabei spielen nicht nur die Kollegen, sondern auch der Oma-Charakter der Vermieterin und wohl auch die am Ende von Ep.2 aufgetauchte junge Frau eine Rolle.
Die Hintergründe sind sehr detailliert ausgearbeitet, zum Beispiel die Holzstruktur der Balken oder die fleckigen alten Wände in den Gebäuden. Zusammen mit den einfarbigen Flächen bei den Charakteren ergibt sich ein Retro-Anime-Look, der sehr gut zu dem Setting passt.