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Anime: Udon no Kuni no Kiniro Kemari

Seasons: | Herbst 2016 (Season) |

Review zu Udon no Kuni no Kiniro Kemari

Allgemeine Informationen | Kategorien | Story |

[Artikel-Version: 3 | Mitwirkende: 1 Benutzer]

Allgemeine Informationen

Titel: Udon no Kuni no Kiniro Kemari
Titel (eng):Poco's Udon World
Titel (deu):-
Titel (jap):うどんの国の金色毛鞠
Studio: LIDENFILMS
Typ: TV-Serie (12 Folgen)
Episodenlänge: 22 Minuten
basiert auf: Manga
Links: AniList

Kategorien

| Alltagsleben | Fantasy |

Story

Souta Tawara wollte das Udon-Restaurant der Eltern in Kagawa auf Shikoku nicht fortführen und ist stattdessen als Web-Designer nach Tokyo gezogen. Mit 30 Jahren kehrt er zum inzwischen verlassenen Elternhaus zurück, um es für den Verkauf herzurichten - das war jedenfalls der Plan, den er mit seiner Schwester abgestimmt hatte. Er trifft auf Nachbarn, die wehmütig an die leckeren Udon zurückdenken, die hier serviert wurden, und das Lokal war sogar in einem Reiseführer verzeichnet.
Unverhofft entdeckt er einen blonden Jungen, der sich als die menschliche Gestalt eines Tanuki erweist. Souta beschließt, den Jungen bei sich zu behalten und schärft ihm ein, in der Öffentlichkeit brav sein menschliches Äußeres beizubehalten. Er nennt ihn Poco und erfindet eine Geschichte mit entfernten Verwandten, für die er sich um das Kind kümmert.
Während er mit Poco die Umgebung kennenlernt, wird ihm wieder bewusst, dass das japanische Hinterland auch seine angenehmen Seiten hat...

Die letzten zwei Minuten jeder Episode sind eigentlich ein separater Short, eine Story von dem löwenartigen Alien Gaogao-chan, das die Erde erobern will und von zwei Automechanikerinnen begleitet wird, die ihm als erstes begegnet sind. Diese Serie wurde vorher innerhalb des Anime im Fernsehen abgebildet.

Creative Commons Lizenzvertrag
Der Anime-Review von Pina steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare zu Udon no Kuni no Kiniro Kemari

Schlussfazit | Zwischenfazit | Ersteindruck

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Von: Anime-Fan(via PINA Himiko)
Am: 25.12.2016 08:35:01 Uhr
Status Post: fertig, Folge 12 (Status Animeliste: fertig, Folge 12)
Review-Kommentar: Schlussfazit
Ep.12: [SPOILER] Nun also die "Auflösung". Poco verabschiedet sich mit zahlreichen Visionen aus der Lebensgeschichte von Souta und seinen Eltern.[/SPOILER]
Souta hat im Lauf der Geschichte viel über sich und über seinen Vater erfahren, und er hat seine alte Heimat lieben gelernt, die dem Zuschauer über weite Strecken wie ein Tourismusprospekt präsentiert wurde. Dank Poco ist es ihm nun gelungen, die Liebe seiner Eltern wahrzunehmen, einige Rätsel seiner Vergangenheit zu lösen und sich mit sich selbst zu versöhnen, nachdem er ja all zu oft (und auf mich zunehmend nervig wirkend) dieses "hätt ich nur..." wiederholt hat.

Insgesamt eine nette Geschichte mit einer versöhnlichen Botschaft, wobei die Mischung zwischen touristischer Erkundung und Selbstfindung auf mich einen etwas unausgegorenen Eindruck gemacht hat. Das Ende war ein ziemlicher Kontrast zur bisherigen Entwicklung, und kam daher sehr abrupt, wobei man auch dafür sicher Gründe zusammenreimen könnte.

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Von: Anime-Fan(via PINA Himiko)
Am: 15.12.2016 02:05:17 Uhr
Status Post: am schauen, Folge 7 (Status Animeliste: fertig, Folge 12)
Review-Kommentar: Zwischenfazit
Ich finde das Szenario einfach unglaubwürdig. Wenn Souta doch weiß, dass es sich bei dem Kind um einen verwandelten Tanuki handelt, dass er dann doch sein ganzes Leben nach dem "Kind" ausrichtet, das leuchtet mir einfach nicht ein. Immer wieder die Story mit "der Bub hat nur mich, es ist eine lange und komplizierte Geschichte", was auf japanisch soviel heißt wie: frag nicht weiter, du willst es nicht wissen. Und "zunächst mal, mal gucken wie lange". Dieses Rumgeeier nervt mich ziemlich, aber am Ende siegt doch die Neugier, wie es weitergeht, und ich gucke die Serie weiter.
Ansonsten ist da noch die ziemlich unverhohlene Werbung für die örtlichen Sehenswürdigkeiten (besonders deutlich in der Vorschau). Ritsurin Koen habe ich selber schon besucht mit der Reisegruppe 2013, und bei dem Glaskachel-Leuchtturm war ich fast dort, wusste aber nicht, dass es wert gewesen wäre, danach zu schauen.

Und wie es den armen Tanuki anstrengt, den ganzen Tag Mensch spielen zu müssen, beispielsweise als er ihn in der Arbeit dabei hatte. Ein paar "Ausrutscher" gab es, die aber bisher ohne Konsequenzen geblieben sind.

Ep.7: Souta hat inzwischen seinen Job in Tokyo gekündigt, und wird wohl in Kagawa wohnen bleiben. An eine Wiedereröffnung des Restaurants denkt er (bisher?) nicht. Sein ex-Chef hat ihm einen Webdesign-Laden dort in der Nähe empfohlen, wo er Aufträge finden könnte, zwischenzeitlich arbeitet er als Freelancer ein wenig für seine alte Firma.

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Von: Anime-Fan(via PINA Himiko)
Am: 28.11.2016 20:08:48 Uhr
Status Post: am schauen, Folge 3 (Status Animeliste: fertig, Folge 12)
Review-Kommentar: Ersteindruck
An Parallelen kann ich primär Barakamon erkennen. In beiden Fällen muss sich ein Städter mit der Umgebung in einem abgelegenen Teil Japans anfreunden, und hat dabei ein Kind als Begleiter.

Allerdings enden da auch schon die Gemeinsamkeiten. Während Handa in Barakamon wegen eines Fehltritts in die Provinz "verbannt" wurde und dort seiner Berufung nachgeht, hat Souta von seinem Beruf eine Auszeit genommen, und wollte ursprünglich nur kurz in Kagawa bleiben, um das Haus zum Verkauf aufzuhübschen, eine Verlängerung wäre also seine freie Entscheidung.

In seinem erlernten Beruf als Webdesigner hat Souta in Kagawa wohl schlechte Karten, und ob er sich dazu durchringt, verspätet doch in Vaters Fußstapfen zu treten, und sich mit Udon beschäftigt, ist nach Episode drei noch offen, ein in der ersten Episode aufgeflammter Impuls in diese Richtung, als die Tawara-Udon von mehreren Leuten hoch gelobt wurden und er auch ein Rezept gefunden hat, ist bisher nicht aufgegriffen worden.

Und Poco ist ja auch nicht ein Nachbarskind, das bei ihm ein- und ausgeht, sondern ein verwandelter Tanuki, so dass er für ihn seiner Umgebung fortwährend etwas vorspielen muss. Wie lange den beiden das noch gelingt, bleibt abzuwarten.

Mein Interesse an Japan macht diese Serie für mich auf jeden Fall sehenswert, weil ich so die Besonderheiten von Kagawa kennenlernen kann. Und Beschaulichkeit ist für mich auch ein Kontrastprogramm zum Alltag. Bei Souta deutet sich eine Persönlichkeitsentwicklung an, wobei mir noch nicht klar ist, wohin es genau gehen wird.

Das "Anhängsel" Gaogao-chan finde ich eher verzichtbar, aber es ist ja sehr kurz. Und ich habe den Verdacht, dass darin Soutas Entwicklung ein wenig gespiegelt werden soll: Souta findet, Kagawa ist doch nicht so übel = Alien findet, die Erde ist doch nicht so übel. Oder das war nur Zufall.